Umweltgerechter Pflanzenschutz

Der umweltgerechte und integrierte Pflanzenschutz hat in der landwirtschaftlichen Praxis in Brandenburg einen besonderen Stellenwert.

Hier steht insbesondere auch der Einsatz von Glyphosat im Zentrum der öffentlichen Diskussion. Im bundesweiten Vergleich werden jährlich auf 37 Pro- zent der Ackerflächen Herbizide mit diesem Wirkstoff eingesetzt und dabei durchschnittlich rund ein Kilogramm pro Hektar und Jahr an Wirkstoff ausgebracht. Dieses Vorgehen kann auch für Brandenburg angenommen werden.

Nichtsdestotrotz gilt es den grundsätzlichen Zielkonflikt zwischen der ackerbaulich sinnvoll erachteten Präferenz bodenschonender, konservierender Boden- bearbeitung und der damit verbundenen Notwendig- keit zum Einsatz von Breitbandherbiziden zu lösen. Hier weist der LBV Brandenburg auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Ackerbaustrategie 2035 des BMEL hin.

Um die Kulturen weiterhin gesund zu erhalten, ist es aber notwendig, neben dem klassischen Pflanzenschutz auch alternative Methoden und Wirkstoffe weiterzuentwickeln und für die Bedingungen in Brandenburg zu optimieren.

Im Umfeld des umweltgerechten Pflanzenschutzes ist daher auch die anwendungsorientierte, wissenschaftliche Begleitung gefordert.