Der Neue Brandenburger Weg

Die Zukunftsperspektiven für die Landwirtschaft haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert: Stagnierende bis sinkende Erlöse für landwirtschaftliche Erzeugnisse, sowohl im konventionellen als auch biozertifizierten Bereich machen dies deutlich.

Die von Politik und Gesellschaft geforderten Veränderungen der Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe hin zu einer nachhaltigeren, umwelt- und tierwohlgerechteren Erzeugung erfordern große politische und gesellschaftliche Anstrengungen.

Der neue Brandenburger Weg – Zukunftsperspektiven für die Landwirtschaft 2030 der Mit- glieder des Landesbauernverbandes Brandenburg setzt sich mit diesen Fragestellungen intensiv auseinander.

 

Eine der Kernfragen lautet dabei, wie mehr Regionalität für die Versorgung der Menschen in Berlin und Brandenburg gewährleistet werden kann. Mit Blick auf die Produktionsschwerpunkte der Brandenburger Landwirtschaft werden die Produktgruppen Fleisch- und Wurstwaren, Milch und Molkereiprodukte und Früchte des Acker- und Pflanzenbaus betrachtet. Synergien für die regionale Verwertung von Getreide, Eiweißpflanzen oder weiteren Kulturen zum Beispiel als Futter in der Nutztierhaltung gehen in die Be- trachtung ein.

Die vom Gartenbauverband Berlin-Brandenburg initiierte Gartenbaustrategie soll ebenfalls eine besondere Beachtung finden. Mit den Produktionsbereichen Obst und Gemüse müssen Gartenbaubetriebe als elementarer Bestandteil eines regionalen Ernährungskonzeptes für Berlin und Brandenburg integriert sein.

Im Ergebnis sehen die Landwirtinnen und Landwirte in einem intelligent entwickelten Kreislaufwirtschaftssystem enorme Chancen für eine nachhaltige, existenzsichernde und umweltgerechtere Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin und dem Land Brandenburg mit seinen Regionen.

Schweinehaltung
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Die Schweinehaltung ist ein wichtiger Bestandteil der brandenburgischen Landwirtschaft. Aufgrund des hohen Bedarfs an Schweinefleisch bedarf es einer Stabilisierung der Haltung in Brandenburg, um eine regionale und nachhaltige Versorgung sichern zu können.

Rinderhaltung
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Rinder werden in Brandenburg einerseits für die Fleisch- und andererseits für die Milchproduktion gehalten. Aufgrund der natürlichen Bedingungen ist Brandenburg als Rinderhaltungsstandort hervorragend geeignet. Dies soll künftig unter anderem sichtbarer werden.

Tierschutz- und Tiergesundheit
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Für die Brandenburger Tierhalter ist die Gesundheit ihrer Tiere oberste Maxime. In signifikanten Erhebungen z. B. zum Antibiotika-Einsatz liegt die Landwirtschaft in Brandenburg beim Systemindikator „Therapiehäufigkeit“ im Bundesvergleich regelmäßig unter dem Bundesdurchschnitt. Diese Entwicklung soll stetig ausgebaut werden.

Acker- und Pflanzenbau
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Aufgrund der natürlichen Standortbedingungen liegt die Bewirtschaftungs-intensität im Vergleich zum Bundesdurchschnitt auf einem niedrigen Niveau. Der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln ist deutlich geringer als im Durchschnitt in Deutschland. Aus der Verantwortung für die Natur wollen die brandenburgischen Landwirtinnen und Landwirte weiter voranschreiten